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IF an der Schule Wartegg

Integrative Förderung (IF) an der Schule Wartegg

Ziel der integrativ ausgerichteten Volksschule ist es, möglichst allen Lernenden eine ihren Voraussetzungen angepasste Mitarbeit in der Klassengemeinschaft und eine wohnortsnahe Bildung zu ermöglichen.

Die Integrative Förderung (IF) ist seit dem Schuljahr 12/13 auf der Primarstufe der Stadt Luzern flächendeckend eingeführt. Die Umsetzung individualisierender Unterrichtsformen, der Umgang mit der wachsenden Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, die engere Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen und steigende gesellschaftliche Erwartungen sind Herausforderungen an die Schule, die Zeit brauchen.

Das Rektorat der Volksschule Stadt Luzern sowie die Dienststelle Volksschulbildung des Kantons unterstützen die einzelnen Schulen bei der Umsetzung.

Die nachfolgenden Grundsätze dienen der Begriffsklärung und orientieren über die wichtigsten Eckwerte.

Integrative Förderung für alle Lernendenstifte
In der Regel werden alle Schüler/innen eines Quartiers wohnortnah durch die Klassenlehrperson und durch eine Förderlehrperson gemeinsam unterrichtet und gefördert. Schulkinder bringen Unterschiede in Begabung und Lernverhalten mit. Auch ihr soziales und kulturelles Umfeld ist verschieden. Diesen Tatsachen trägt die integrative Schulform Rechnung. IF ist eine Unterstützung für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse. Unter Berücksichti-gung dieser individuellen Voraussetzungen werden erfolgreiches Lernen, situationsgerechtes Verhalten und ein klarer mündlicher und schriftlicher Ausdruck angestrebt. Spezielle Beachtung finden Lern- und Verhaltenschwierigkeiten, Spracherwerb sowie besondere Begabungen.

Weiterentwicklung des Unterrichts
Im Zentrum der Integrativen Förderung steht der Klassenunterricht. Die IF-Lehrperson stützt alle Kinder und wirkt präventiv auf Lern- und Verhaltensstörungen. Die Stärken der Lernenden werden bewusst wahrgenommen und weiterentwickelt. IF-Lehrperson und Klassenlehrpersonen planen und reflektieren den Unterricht zusammen. Sie arbeiten im Teamteaching und bauen gemeinsam Lernumgebungen auf. Innerhalb der Klassengemeinschaft werden aufgrund von förderdiagnostischen Überlegungen flexible Gruppen gebildet. So erleben Lernende je nach Situation Klassen-, Gruppen- oder Einzelunterricht mit einer oder mehreren Lehrpersonen.

Verantwortlichkeiten
Die Klassenlehrperson ist für die Führung und die Organisation des gesamten Klassenunterrichtes verantwortlich. Die IF-Lehrperson bringt ihr spezialisiertes Wissen ein. Sie arbeitet gemäss ihren Kompetenzen auch mit einzelnen Lernenden sowie im Gruppenunterricht. Wichtige Entscheide (Schullaufbahn, Selektion, individuelle Lernzielanpassung, besondere Massnahmen) sind in die Integrative Förderung einbezogen und werden von den Klassenlehrpersonen und der IF-Lehrperson gemeinsam in Zusammenarbeit mit den Eltern getroffen. Bei Uneinigkeit entscheidet die Schulleitung.

stifte_3_neuRahmenbedingungen
Die Pensenberechnung richtet sich nach den kantonalen Vorgaben. Zurzeit werden für 120 Lernende ein IF-Vollpensum von 30 Wochenlektionen zugesprochen. Das bedeutet, dass pro Klasse zwischen 4-6 IF-Lektionen zur Verfügung stehen. Die Zuteilung der IF-Lektionen auf die einzelnen Kindergärten und Klassen liegt in der Kompetenz der Schulleitung. In der Schule Wartegg unterrichten zurzeit 15 IF-Lehrpersonen an 24 Abteilungen. Es wird darauf geachtet, dass die Zahl der Bezugspersonen für die Klassen möglichst klein gehalten wird.
Die Schule Wartegg verfügt über ein erweitertes Raumangebot für Lernumgebungen, Plenums-, Gruppen- und Einzelunterricht. Dazu gehören auch Räume für die Integrative Förderung. Sie dienen verschiedenen Zwecken (Unterrichts- und Förderzimmer, DaZ, Auffangraum für Kinder in akuten Krisen, Ressourcenraum für Fördermaterialien, Vorbereitungs- und Besprechungs-raum...). Je näher spezielle Fördermaterialien am Unterrichtsgeschehen gelagert sind, desto einfacher und häufiger können sie in der Klassengemeinschaft mit heterogener Zusammensetzung genutzt werden.

Integratives Förderkonzept
Die Schule Wartegg verfügt über ein auf ihr Leitbild abgestütztes Förderkonzept. Darin wer-den alle Förderangebote (Begabungsförderung, Förderung der Lernenden mit Teilleistungs-schwächen, Förderung der Lernenden mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten sowie Deutsch als Zweitsprache) definiert und die Pflichten, Aufgaben und die Zusammenarbeit aller Beteiligten festgelegt. Die Schule formuliert in ihrem Förderkonzept die konkrete Ausgestaltung der Integrativen Förderung. Bei Bedarf werden auch spezielle Massnahmen der Integrativen Son-derschulung (IS) einbezogen.

Einführung und Weiterentwicklung von IF
Die Einführung und Weiterentwicklung von IF ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauert. Dabei wird die Umsetzung laufend evaluiert und weiterentwickelt. Wichtig ist, dass die Erfahrungen und Meinungen aller Beteiligten miteinbezogen werden.

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